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Schweinekarree mit Orange

Zartes Schweinekarree, in der Pfanne gebraten und mit frischer Orange verfeinert.

Portionen: 2 Vorbereitung 10 Min. Kochzeit 13 Min. Fleisch
Enthält: Gluten, Milch
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Zutaten

Schweinekarree mit Orange — zutaten: Mehl, Butter, Olivenöl, Weißwein, Schweinekoteletts, Zwiebel

Zubereitung

  1. Das Fleisch in Mehl wenden und beiseitelegen. Die Zwiebel fein hacken und die Orange in Scheiben schneiden.

  2. In einer beschichteten Pfanne die Butter schmelzen, das Olivenöl und die Zwiebel dazugeben und weich anbraten.

  3. Die mit Mehl bestäubten Schweinekoteletts hineinlegen, von beiden Seiten goldbraun anbraten, dann mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen.

  4. Etwa 10 Minuten garen, dabei die Stücke nach der Hälfte der Zeit wenden; das Schweinefleisch sollte an der dicksten Stelle eine Kerntemperatur von 70 °C erreichen.

    10 Min.
  5. Die Orangenscheiben und den restlichen Saft, falls vorhanden, hinzufügen.

  6. Noch 3 Minuten bei schwacher Hitze garen, nach Belieben salzen und pfeffern.

    3 Min.

Schweinekarree mit Orange ist im Grunde eine Fonds-Arbeit, die wie ein schnelles Pfannengericht aussieht. Das Mehl auf dem Fleisch ist kein Zufall und kein Panier-Ersatz: es bindet später die Flüssigkeit zu einer Sauce, die von selbst andickt, ohne dass du Sahne oder Butter extra einrührst. Ohne das Mehl hättest du am Ende Weißwein mit Orangensaft in der Pfanne, dünn wie Tee. Mit Mehl hast du eine Sauce, die am Löffel hängen bleibt.

Der Mechanismus hinter dem Garen ist ein Wechsel von hoher auf niedrige Hitze, auch wenn das Rezept das nicht in Worten sagt, sondern in Handlungen: erst goldbraun anbraten, das heißt, die Pfanne muss heiß genug sein, dass das Fleisch beim Auflegen zischt und sich sofort eine Kruste bildet, keine Pfütze. Dann kommt der Wein, die Hitze geht runter, und jetzt übernimmt eine andere Aufgabe: das Fleisch soll durchgaren, nicht die Kruste verbrennen. Zwei Phasen, zwei Temperaturen, ein Topf.

Manche sagen, man müsse Schweinefleisch lange und durchgehend braten, damit es sicher ist, aber nein, denn Sicherheit hängt an der Kerntemperatur, nicht an der Brutzeldauer. 70 Grad an der dicksten Stelle reichen, und das erreichst du mit kurzem Scharfbraten und anschließendem sanftem Ziehenlassen in Wein und Saft genauso gut wie mit zwanzig Minuten Dauerfeuer, nur dass das Fleisch dabei nicht austrocknet.

Beim Fleisch zählt die Dicke mehr als die Herkunftsbezeichnung. Schweinekarree-Scheiben, hier als Koteletts bezeichnet, sollten gleichmäßig dick sein, damit sie in der gleichen Zeit gar werden und du nicht ein Stück verbrennst, während das andere noch roh ist. Nimm, wenn verfügbar, Scheiben mit ein wenig Fettrand, der schmilzt beim Anbraten und hilft gegen Austrocknen. Hast du kein Karree, funktioniert jedes magere Schweinefleisch in Scheibenform, solange es nicht zu dünn ist, sonst ist es in der ersten Minute schon durch und wird beim Weingaren zäh.

Das Mehl ist reine Chemie, keine Panade: Stärke bindet Flüssigkeit beim Erhitzen. 50 Gramm reichen für vier Scheiben plus etwas Überschuss, der in der Pfanne landet und mitkocht. Willst du glutenfrei, nimm Maisstärke, aber dann in halber Menge, weil sie stärker bindet.

Butter und Olivenöl zusammen sind ein alter Küchen-Trick: Butter gibt Geschmack, verbrennt aber bei zu scharfer Hitze schnell und wird bitter, Öl erhöht die Temperatur, bei der das passiert. So kannst du die Zwiebel bei einer Hitze anschwitzen, bei der sie leise zischt, aber nicht raucht, und hast trotzdem Buttergeschmack. Ohne Butter geht es mit mehr Öl, der Geschmack wird dann flacher, aber die Sauce funktioniert trotzdem.

Der Weißwein bringt Säure und löst den Bratsatz vom Pfannenboden, jene braunen Röststücke, die sonst nur beim Abwasch landen würden. Einkochen lassen heißt, warten bis die Flüssigkeit sichtbar weniger wird und leicht sirupartig wirkt, nicht nach Uhr gehen. Hast du keinen Wein offen, nimm einen trockenen Apfel- oder Traubensaft mit einem Schuss Essig, die Säure muss da sein, sonst bleibt die Sauce stumpf.

Die halbe Zwiebel ist bewusst klein gehalten: sie soll die Sauce würzen, nicht das Gericht dominieren. Fein hacken bedeutet, dass sie beim Anschwitzen schnell weich wird und sich später in der Sauce auflöst, statt als große Stücke übrig zu bleiben.

Zum Servieren in einer deutschen Küche passen Kartoffeln gut, weil sie die Sauce aufnehmen, ohne selbst nach etwas zu schmecken, das mit der Orange streitet. Brot daneben ist auch in Ordnung, dann isst du die Sauce eher auf als unter. Hab Geduld beim Anbraten des Fleisches, das ist hier die eigentliche Zutat, nicht nur ein Wort: wer zu früh wendet, reißt die Kruste ab und verliert genau den Röstgeschmack, für den man überhaupt scharf anbrät.

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