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Zitronengras-Margarita

Ein erfrischender Cocktail mit Zitronengras, Ingwer und Limette – schnell gemixt für einen besonderen Moment.

Portionen: 1 Vorbereitung 5 Min. Kochzeit 5 Min. Sonstiges
Vegan
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Zutaten

Zubereitung

  1. Geben Sie das fein geriebene Zitronengras, den Ingwer, den Glukosesirup, den Zucker und das Wasser in einen Topf, bringen Sie alles zum Kochen und köcheln Sie, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

    4 Min.
  2. Lassen Sie den Sirup im Topf abkühlen, geben Sie den Limettensaft hinzu und sieben Sie den Sirup durch ein feines Sieb.

    15 Min.
  3. Geben Sie den Zitronengras-Sirup, den Tequila, den Limettensaft und das Eis in einen Shaker und schütteln Sie kräftig.

  4. In einem mit Eis gefüllten Glas servieren, mit einer Limettenspalte garniert.

    1 Min.

Das ist im Grunde eine Margarita mit einem selbstgemachten Sirup statt Orangenlikör – und genau an diesem Sirup hängt das ganze Getränk. Tequila, Limette, Süße, das ist die klassische Formel. Hier wird die Süße aber nicht aus der Flasche gegossen, sondern selbst gekocht, mit Zitronengras und Ingwer, und dadurch bekommt das Getränk eine Schärfe und ein Aroma, das die Standardversion nicht hat.

Der Trick liegt im Kochen des Sirups: Zucker, Glukosesirup und Wasser werden erhitzt, bis sich der Zucker vollständig löst – das sieht man daran, dass die Flüssigkeit klar wird, keine Körnchen mehr am Topfboden kratzen, wenn man mit dem Löffel rührt. Erst dann, nicht vorher, kommt das Zitronengras und der Ingwer hinein, damit ihre Aromaöle sich in die heiße Flüssigkeit lösen können, ohne zu verkochen.

Manche sagen, man könne stattdessen einfach fertigen Limettensirup aus dem Laden nehmen, aber nein, denn der hat keine Ingwerschärfe und kein Zitronengras-Aroma – man bekäme einen süßeren Cocktail ohne das namensgebende Element. Das Selberkochen ist hier kein Chichi, sondern der Kern des Rezepts.

Danach ist es ein ganz normaler Shake: Sirup, Tequila, Limettensaft, Eis, kräftig schütteln, damit sich alles verbindet und das Getränk kalt genug wird, ohne zu sehr verwässert zu sein.

Das Zitronengras sollte man fein reiben, nicht grob hacken – die äußeren Fasern sind zäh und geben ihr Aroma nur ab, wenn die Zellstruktur richtig aufgebrochen wird. Nimmt man einen ganzen Stiel, verwendet man am besten das untere, dickere Drittel, dort sitzt das meiste Aroma. Hat man keines zur Hand, kann man mit etwas Zitronenschale und einem Hauch Minze behelfen, aber das ist ein Kompromiss, kein Ersatz im eigentlichen Sinn – das Zitronengras-Aroma ist eigenständig und lässt sich nicht eins zu eins nachbauen.

Der Ingwer wird aus demselben Grund gerieben statt geschnitten: Die Reibe zerstört die Fasern und setzt die scharfen Verbindungen frei, die beim bloßen Schneiden in den Zellen eingeschlossen blieben. Wer keine feine Reibe hat, presst den Ingwer ersatzweise durch eine Knoblauchpresse – grob gehackt bleibt er stumpf im Geschmack.

Der Glukosesirup hat eine klare Aufgabe: Er verhindert, dass der Zucker beim Abkühlen wieder auskristallisiert. Reiner Zuckersirup neigt dazu, körnig zu werden, sobald er steht – Glukosesirup bricht diese Kristallisation, weil seine Moleküle anders aufgebaut sind und sich nicht in das Zuckergitter einfügen. Hat man keinen zur Hand, funktioniert auch Honig oder Ahornsirup als Ersatz, solange man akzeptiert, dass der Sirup dann ein Eigenaroma mitbringt.

Der Zucker selbst ist einfach weißer Haushaltszucker – hier geht es nicht um Geschmack, sondern um reine Süße, die als Gegengewicht zur Säure der Limette und zur Schärfe des Ingwers dient.

Die Limette sollte man, wenn irgend möglich, als Bio-Qualität kaufen, zumindest für die Saftgewinnung ist das nicht zwingend nötig, aber wenn später noch die Schale mit ins Spiel kommt oder man die Spalte mittrinkt, lohnt sich das, weil ungewachste Früchte keine Rückstände auf der Schale tragen. Den Saft presst man am besten aus Früchten, die man vorher kurz in der Hand rollt – das bricht die inneren Kammern auf und man bekommt spürbar mehr Saft heraus als aus einer kalten, unbehandelten Frucht.

Beim Tequila zählt vor allem eines: Er sollte aus hundert Prozent Agave bestehen, nicht aus einem Mischprodukt mit zugesetztem Zucker, sonst kippt die Balance des ganzen Getränks, weil man dann zwei Süßequellen gegeneinander ausgleichen muss, die nicht zusammenpassen. Das Eis schließlich braucht man in zwei Rollen: einmal im Shaker, um schnell herunterzukühlen und zu verdünnen, und einmal im Glas, um diese Kühle während des Trinkens zu halten – zwei verschiedene Aufgaben, deshalb zwei Portionen.

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