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Penne mit Romanesco, Speck und Pecorino

Eine herzhafte Pasta mit Romanesco, knusprigem Speck und würzigem Pecorino Romano.

Portionen: 4 Vorbereitung 15 Min. Kochzeit 25 Min. Pasta
Enthält: Gluten, Milch
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Zutaten

Penne mit Romanesco, Speck und Pecorino — zutaten: Penne, Romanesco, Räucherspeck, Olivenöl, Salz, Schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Romanesco in Salzwasser kochen, herausnehmen und das Wasser für die Pasta aufbewahren. Abkühlen lassen.

  2. In einer trockenen Pfanne den Räucherspeck anbraten, bis er knusprig und braun ist und eine Kerntemperatur von 70°C erreicht.

  3. In einer anderen Pfanne Olivenöl erhitzen, den zerteilten Romanesco hinzugeben, abdecken und einige Minuten garen.

  4. Den Speck zum Romanesco geben und mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer bestreuen.

  5. Die Penne im Romanesco-Wasser al dente kochen und abgießen.

  6. Die Pasta zur Sauce geben, reichlich mit Pecorino Romano bestreuen, vermischen und einige Minuten auf dem Herd erwärmen.

  7. Sofort servieren.

Das hier ist eigentlich kein Pasta-Rezept, sondern ein Rezept über Timing. Du hast drei Dinge, die unabhängig voneinander gar werden müssen – Romanesco, Speck, Penne – und die Kunst besteht darin, dass sie alle im selben Moment auf dem Teller landen, nicht alle im selben Topf zur selben Zeit. Deshalb kocht man den Romanesco zuerst und separat, lässt ihn abkühlen, und baut die Sauce erst danach aus den Einzelteilen zusammen.

Der Speck in der trockenen Pfanne ist der eigentliche Motor des Gerichts. Kein Öl dazu, denn der Speck bringt sein eigenes Fett mit, und das will man auslassen, nicht verdünnen. Manche sagen, man solle Öl dazugeben, damit nichts anbrennt – aber nein, denn genau das Anbrennen-Risiko zwingt dich, die Pfanne nicht zu heiß zu machen und den Speck wirklich zu beobachten, statt ihn sich selbst zu überlassen. Du willst Fett, das knusprig wird, nicht Fett, das im Öl schwimmt und weich bleibt.

Das Wasser vom Romanesco ist kein Abfall, das ist schon die halbe Würze deiner Pasta. Wer es wegschüttet und frisches Nudelwasser aufsetzt, kocht sich um den Geschmack herum, den er sich gerade erst erkocht hat. Das Wasser hat jetzt Salz und ein bisschen Kohlgemüse-Aroma – genau das will später in die Penne hinein.

Romanesco ist hier austauschbar nach einem Kriterium: es muss ein Kohlgemüse mit fester Struktur sein, das beim Garen nicht sofort zu Brei zerfällt, sondern erst weich wird und erst danach, wenn du es zu lange lässt, zerfällt. Blumenkohl funktioniert aus genau diesem Grund genauso gut, Brokkoli auch, nur milder im Geschmack. Woran du erkennst, dass er fertig gekocht ist: eine Gabel geht mit leichtem Widerstand hinein, nicht wie in Butter, aber auch nicht wie in rohes Holz. Danach lässt du ihn abkühlen, weil warmer, feuchter Romanesco in der zweiten Pfanne sofort weiter gart und matschig wird, bevor der Speck überhaupt fertig ist.

Räucherspeck ist die Zutat, die hier die Rolle des Salzes und der Würze übernimmt, nicht nur die des Fetts. Das Kriterium für einen Ersatz: es muss etwas sein, das selbst genug Fett mitbringt, um sich in der Pfanne auszulassen, und das einen Rauch- oder Reifegeschmack hat, der die Milde des Romanesco kontert. Pancetta geht, durchwachsener Bauchspeck geht, sogar eine gute Chorizo würde funktionieren, verschiebt das Gericht dann aber geschmacklich in eine andere Richtung. Was nicht funktioniert, ist mageres Schinkenfleisch, weil dann kein Fett da ist, das die Sauce trägt.

Penne sind hier keine Zufallsentscheidung. Die Röhrenform fängt die Fettperlen und die kleinen Röschenstücke in sich ein, eine glatte Spaghetti würde das meiste einfach abstreifen lassen. Wenn du keine Penne im Haus hast, nimm irgendetwas mit Hohlraum oder Rillen – Rigatoni, Fusilli, selbst Farfalle halten genug fest. Die Garzeit auf der Packung ist die Untergrenze, nicht das Ziel; al dente heißt, du beißt durch einen weichen Rand und einen Hauch von Widerstand in der Mitte, das spürst du, das liest du nicht von der Uhr ab.

Olivenöl in der zweiten Pfanne hat eine andere Aufgabe als das Fett im Speck: es soll den Romanesco vor dem Anbrennen schützen, während er unter dem Deckel gart, und ihm am Rand eine leichte Röstung erlauben, ohne dass er austrocknet. Der Deckel ist hier kein Detail, sondern der Punkt, an dem Dampf und Hitze zusammenarbeiten – nimmst du ihn weg, verdunstet die Feuchtigkeit, die den Romanesco gerade weich hält, und du brätst ihn eher trocken an, als ihn zu garen.

Pecorino Romano ist der eigentliche Grund, warum am Ende kein Wasser mehr in der Pfanne schwimmt, sondern eine Art Sauce. Der Käse ist salzig und fett genug, um zusammen mit der Stärke aus dem aufbewahrten Kochwasser zu binden, wenn du alles noch ein paar Minuten auf der Flamme bewegst. Parmesan ist der naheliegende Ersatz, nur milder und weniger salzig, du musst dann am Ende noch mit Salz nachjustieren. Was du nicht brauchst, ist zusätzliche Sahne – manche Leute kippen die hinein, weil sie Angst vor einer zu trockenen Pasta haben, aber nein, denn das aufbewahrte Kochwasser und der Käse reichen für die Bindung völlig aus, Sahne macht daraus nur ein schwereres, anderes Gericht.

Auf einem gewöhnlichen Haushaltsherd ist der kritische Punkt die Speckpfanne. Die meisten Herdplatten erreichen nicht die Hitze eines Gastroherds, der Speck braucht also länger, bis das Fett wirklich ausläuft und die Stücke knusprig werden, nicht nur grau. Geduld ist hier buchstäblich eine Zutat: Wer die Platte hochdreht, um es schneller zu machen, verbrennt die Außenseite, während innen das Fett noch fest ist. Lieber eine Stufe niedriger und ein paar Minuten länger, das ist der ehrliche Unterschied zwischen einer Küche zu Hause und einer Profiküche.

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