Risotto mit Kürbis und GorgonzolaKI-Foto

Risotto mit Kürbis und Gorgonzola

Cremiges Risotto mit würzigem Kürbis und geschmolzenem Gorgonzola – herzhaft und schnell gemacht.

Portionen: 4 Vorbereitung 15 Min. Kochzeit 30 Min. Pasta
Enthält: Milch
Die Kennzeichnungen werden automatisch aus den Zutaten ermittelt und können fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel die Verpackung.

Zutaten

Risotto mit Kürbis und Gorgonzola — zutaten: Carnaroli-Reis, Kürbis, Gorgonzola, Gemüsebrühe, Weißwein, Zwiebel

Zubereitung

  1. Den Kürbis schälen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden.

  2. Die fein gehackte Zwiebel in zwei Esslöffeln Olivenöl mit einer Prise Salz bei schwacher Hitze unter häufigem Rühren andünsten.

    5 Min.
  3. Den Reis hinzufügen und einige Minuten mitrösten, dann mit Weißwein ablöschen und verdampfen lassen.

  4. Den gewürfelten Kürbis und einen Teil der Brühe hinzugeben.

  5. Das Risotto garen, dabei nach und nach die Gemüsebrühe angießen und häufig umrühren, bis der Reis gar ist.

  6. Vom Herd nehmen und mit etwas Olivenöl, gewürfeltem Gorgonzola und gehacktem Salbei verfeinern.

  7. Auf Tellern anrichten und mit Gorgonzolawürfeln und frisch gehacktem Salbei garnieren. Sofort servieren!

Risotto ist kein Reisgericht, es ist eine Emulsion. Der Carnaroli hat dicke Körner mit viel Amylopektin an der Außenseite – genau das schleift sich beim Rühren ab und bindet sich mit der Brühe zu dieser cremigen Soße, die am Ende das Reiskorn umschließt, ohne es zu ertränken. Deshalb rührt man häufig: nicht aus Nervosität, sondern um die Stärke mechanisch herauszureiben.

Kürbis und Gorgonzola sind hier kein Zufallspaar. Der Kürbis gart weich und süßlich, fast schon breiig an den Rändern, der Gorgonzola kommt mit Salz, Schärfe und Fett dagegen – das eine braucht das andere, sonst kippt das Gericht in eine Richtung: zu süß oder zu schwer.

Manche sagen, man müsse die Brühe literweise auf einmal angießen, dann gehe es schneller. Nein, denn der Reis braucht Widerstand: kleine Mengen, die er aufsaugt, bevor die nächste kommt, das ist der Takt, der die Stärke löst. Gießt du alles auf einmal, kocht der Reis im Sud statt an ihm zu arbeiten, und du bekommst Reissuppe, keine Creme.

Geduld ist hier eine Zutat wie der Wein. Wer am Herd steht und nebenbei das Geschirr spült, bekommt ein anderes Risotto als wer rührt und schaut.

Der Reis: Carnaroli, weil er mehr Stärke an der Oberfläche trägt als andere Sorten und dabei im Kern fest bleibt – das Korn soll am Ende noch Biss haben, nicht zerfallen. Wer keinen Carnaroli findet, nimmt Arborio, der Unterschied ist, dass Arborio etwas schneller weich wird und weniger verzeiht, wenn man einmal zu lange wegschaut. Normaler Rundkornreis aus dem Supermarkt für Milchreis funktioniert nicht, dem fehlt genau diese Stärkeschicht.

Die Zwiebel wird bei einer Hitze angedünstet, bei der sie zischt, aber nicht spuckt und nicht braun wird – Ziel ist Glasigkeit, nicht Röstaroma. Verbrennt sie, schmeckt das ganze Risotto bitter, und das kriegst du später nicht mehr heraus. Eine Prise Salz zieht ihr Wasser, das beschleunigt das Weichwerden, ohne dass du die Hitze hochdrehen musst.

Der Wein beim Ablöschen hat eine einzige Aufgabe: Säure. Die bricht die Süße von Kürbis und Zwiebel und hält das Risotto wach, statt dass es stumpf-süßlich wird. Fehlt Weißwein, nimm einen Schuss trockenen Apfelwein oder notfalls etwas Essig mit Wasser verdünnt – Kriterium ist Säure ohne Zucker, nicht Geschmack nach Wein.

Der Kürbis sollte sich beim Reindrücken mit dem Löffel leicht quetschen lassen, wenn er gar ist – manche Würfel zerfallen sogar ein bisschen, das ist gewollt, das bindet zusätzlich. Hokkaido ist unkompliziert, weil man ihn nicht schälen muss, die Schale wird mitgegessen; Muskatkürbis braucht mehr Arbeit beim Schälen, schmeckt aber intensiver.

Die Brühe muss heiß sein, wenn sie an den Reis geht, sonst bremst sie den Garprozess jedes Mal ab und du verlierst die Kontrolle über den Zeitpunkt, an dem der Reis fertig ist. Am deutschen Herd, der oft träge auf Temperaturänderungen reagiert, lohnt es sich, die Brühe nebenher auf kleiner Flamme köchelnd zu halten, statt sie kalt aus dem Topf zu schöpfen.

Der Gorgonzola kommt erst vom Herd weg hinein, weil Käse bei zu starker Hitze ölig und körnig wird statt cremig – das ist der Unterschied zwischen Schmelzen und Zerkochen. Mild oder pikant ist Geschmackssache; wer keinen Gorgonzola mag, nimmt einen anderen Blauschimmelkäse, Kriterium ist: weich genug zum Schmelzen, salzig genug zum Gegenspielen gegen den süßen Kürbis. Ein neutraler Weichkäse ohne Schimmel würde das Gericht nur fett machen, nicht würzig.

Brot dazu ist hier fehl am Platz, auch wenn es in Deutschland zum Abendessen gehört – das Risotto ist selbst schon die Sättigungsbeilage, der Teller sollte eher an Frische denken, ein bisschen Salat vielleicht, aber keine Kartoffeln und kein Brot, sonst erschlägst du den Teller mit Kohlenhydraten auf Kohlenhydraten.

Dieses Rezept melden hello@fridge.menu