Schokoladenkuchen aus Eiweiß (Gugelhupf)KI-Foto

Schokoladenkuchen aus Eiweiß (Gugelhupf)

Ein saftiger Schokoladenkuchen aus Eiweiß, gebacken in einer Gugelhupfform.

Portionen: 6 Vorbereitung 20 Min. Kochzeit 42 Min. Desserts
VegetarischEnthält: Gluten, Eier
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Zutaten

Zubereitung

  1. In eine Schüssel den Zucker geben, Wasser und Öl hinzufügen und mit dem Mixer glatt rühren.

  2. Mehl, Backpulver und Kakaopulver sieben und in kleinen Portionen unter die Masse rühren.

  3. Separat das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

  4. Die grob gehackte weiße Schokolade zugeben und vorsichtig unterrühren.

  5. Den Teig in eine mit Butter gefettete und mit Mehl bestäubte Gugelhupfform mit 22-24 cm Durchmesser füllen.

  6. Im vorgeheizten Umluftofen bei 170 Grad backen.

    42 Min.
  7. Den Kuchen vor dem Servieren etwas abkühlen lassen.

Ein Kuchen aus Eiweiß, nicht aus ganzen Eiern – das ist die ganze Pointe. Eigelb macht einen Kuchen satt und schwer, Eiweiß macht ihn leicht und porös, weil es Luft hält wie ein Schaum, der beim Backen aushärtet. Deshalb steht hier auch kein „alles zusammen verrühren“, sondern ein Teig, der erst flüssig gemischt wird, und das Eiweiß kommt separat und zuletzt dazu, als Luftpolster, das man nicht zerstören darf.

Das Kakaopulver gibt die Farbe und den bitteren Grundton, die weiße Schokolade bringt die Süße und das Fett zurück, das mit dem Eigelb sonst rausgeflogen ist. Zwei Gegenspieler in einem Kuchen, das ist kein Zufall, sondern Ausgleich: dunkel und bitter gegen hell und süß.

Manche sagen, Eischnee braucht eine Prise Salz oder Zitronensäure, sonst wird er nicht steif – aber nein, denn das stabilisiert nur, nötig ist es nicht, wenn die Schüssel sauber und fettfrei ist und man lange genug schlägt. Fett ist der eigentliche Feind vom Eischnee, nicht ein fehlendes Hilfsmittel.

Die Form ist auch keine Dekoration. Ein Gugelhupf mit Loch in der Mitte lässt die Hitze von innen und außen gleichzeitig an den Teig, das Zentrum wird nicht roh, während der Rand schon verbrennt. Bei einem Teig, der so viel Luft trägt wie dieser, ist das kein Luxus, sondern Absicherung gegen einen eingesunkenen Boden.

Das Eiweiß ist hier der Motor, nicht die Nebensache. Vier Stück, zu steifem Schnee geschlagen, heißt: die Rührbesen hinterlassen feste Spitzen, die stehen bleiben und nicht umfallen. Drehst du die Schüssel kopfüber und nichts bewegt sich, bist du fertig. Zu früh aufgehört, und der Kuchen fällt beim Backen in sich zusammen, weil die Luftblasen zu schwach sind, die Teigmasse zu tragen.

Der Zucker, das Öl und das Wasser bilden die Basis, in die später alles andere eingearbeitet wird. Öl statt Butter ist hier kein Sparen, sondern Logik: Öl bleibt bei Zimmertemperatur flüssig, Butter wird fest, und ein fester Fettanteil würde den fein geschlagenen Eischnee beim Unterheben erdrücken. Wer trotzdem Butter will, soll sie schmelzen und abkühlen lassen, bevor sie reinkommt, sonst zerstört die Hitze den Eischnee gleich mit.

Mehl, Backpulver und Kakaopulver werden gesiebt, nicht aus Prinzip, sondern weil Kakaopulver und Backpulver gerne Klumpen bilden, die sich im fertigen Teig nicht mehr auflösen und als bittere oder seifige Stellen auffallen. Das Sieben ist die Versicherung gegen genau diesen Fehler, keine Förmlichkeit.

Beim Unterheben des Eischnees gilt: rühren zerstört, heben bewahrt. Ein Löffel oder Spatel, der von unten nach oben durch die Masse geht, behält die Luftblasen, ein Mixer oder kräftiges Rühren drückt sie raus. Das ist der Unterschied zwischen einem Kuchen, der aufgeht, und einem, der flach bleibt wie ein Fladen.

Die weiße Schokolade sollte man wirklich grob hacken, nicht fein, sonst schmilzt sie komplett im Ofen und verschwindet im Teig, statt als süße Stückchen stehen zu bleiben. Hat man keine weiße Schokolade da, nimmt man etwas, das schmilzt und süß ist, ohne den Kakao-Geschmack zu überdecken – weiße Kuvertüre geht genauso, dunkle Schokoladenstückchen verändern dagegen den ganzen Charakter des Kuchens Richtung bitter.

Die Form fetten und mit Mehl bestäuben ist keine Gewohnheit aus Oma-Zeiten, sondern Physik: Zucker und Eiweiß kleben beim Backen an jeder blanken Oberfläche fest, das dünne Mehlpolster gibt dem Teig eine Rutschfläche. Umluft bei 170 Grad heißt: die Luft im Ofen bewegt sich und trägt die Hitze gleichmäßig an alle Seiten der Form, was bei einem Gugelhupf mit seinem engen Loch in der Mitte wichtig ist, sonst wird außen fertig, während innen noch flüssig bleibt. Ein Haushaltsofen hält diese Temperatur selten exakt, Stäbchenprobe ist hier das Mittel der Wahl: sticht man in die dickste Stelle und bleibt der Teig daran kleben, braucht es noch ein paar Minuten über die genannten 42 hinaus. Geduld gehört hier dazu wie jede andere Zutat, besonders beim Abkühlen danach, denn ein warmer Gugelhupf zerbricht beim Stürzen leichter als ein kalter.

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