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Schokoladen-Muffins

Saftige Schokoladen-Muffins mit geschmolzener Zartbitterschokolade und einem Hauch Crème fraîche.

Portionen: 12 Vorbereitung 15 Min. Kochzeit 20 Min. Backen
VegetarischEnthält: Gluten, Milch, Eier
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Zutaten

Zubereitung

  1. Das Ei, Vanillezucker und Zucker schlagen, bis die Masse hell und luftig ist.

    3 Min.
  2. Butter in einem Topf bei schwacher Hitze schmelzen, dann den Topf sofort vom Herd nehmen.

  3. Fein gehackte Zartbitterschokolade in den Topf geben und rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist.

    2 Min.
  4. Die Schokoladen-Butter-Mischung zur Ei-Zucker-Masse geben und gemeinsam verrühren.

  5. Milch, Crème fraîche und die Hälfte der grob gehackten Zartbitterschokolade dazugeben und verrühren.

    2 Min.
  6. Mehl, Kakaopulver, Backpulver und Salz mischen, in den Teig sieben und gut verrühren.

    2 Min.
  7. Den Teig in Muffinformen verteilen und mit der zweiten Hälfte der Schokolade bestreuen.

    2 Min.
  8. Im vorgeheizten Umluftofen bei 170 Grad 20 Minuten backen, bis die Muffins innen durchgebacken sind.

    20 Min.
  9. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

    15 Min.

Ein Schokoladen-Muffin, der innen fast flüssig wirkt, ist kein Zufall und keine Mutprobe – er hängt an zwei Dingen: wie viel Fett in der Butter-Schoko-Mischung steckt und wie kurz der Teig im Ofen bleibt. Das Ei wird mit Zucker nicht einfach „vermischt", sondern geschlagen, bis Luft eingearbeitet ist – diese Luft ist die einzige Triebkraft, die der Teig neben dem Backpulver bekommt, und sie entscheidet, ob der Muffin eine Kuppel bildet oder flach bleibt wie ein Keks.

Manche sagen, man solle die Butter mit der Schokolade zusammen über dem Topf schmelzen und dabei Hitze geben, bis alles schön flüssig ist – aber nein, denn Schokolade verträgt keine direkte Hitze, sie verbrennt am Topfboden, bevor sie schmilzt, und wird körnig. Deshalb: Butter allein schmelzen, Topf vom Herd, erst dann die Schokolade hineingeben. Die Resthitze der Butter reicht, um sie aufzulösen, ohne sie zu quälen.

Das ist im Grunde ein Brownie-Teig in Muffinform, und das erklärt, warum hier mit Crème fraîche statt mit mehr Mehl gearbeitet wird: Crème fraîche bringt Fett und Säure, die Säure reagiert mit dem Backpulver und gibt einen zweiten, kleinen Schub Trieb, zusätzlich zur Luft aus dem Ei. Deshalb auch die vergleichsweise kleine Menge Mehl – der Teig soll schwer und dicht bleiben, nicht fluffig wie ein Rührkuchen.

Bei der Schokolade zählt nicht die Herkunft, sondern der Kakaoanteil, weil der bestimmt, wie viel Fett und wie viel Zucker mitgebracht wird. Zartbitter mit etwa 60 bis 70 Prozent ist hier richtig, weil der Teig selbst schon 170 Gramm Zucker enthält – nimmt man eine mildere Schokolade mit mehr Zucker, wird das Ganze schnell zu süß und der Schokoladengeschmack verschwimmt. Wer keine Zartbitter zur Hand hat, kann mit Kuvertüre ähnlicher Prozentzahl arbeiten, das Prinzip ist dasselbe: viel Kakaomasse, wenig Zucker im Produkt selbst.

Die Butter ist nicht nur Fett, sie ist auch Geschmacksträger und Feuchtigkeitsquelle zugleich. Mit weniger Fett würde der Teig trockener backen und die charakteristische dichte, fast klebrige Krume ginge verloren. Margarine funktioniert technisch, bringt aber keinen Eigengeschmack mit, und genau der fehlt dann am Ende spürbar.

Crème fraîche hat hier zwei Aufgaben: Säure für das Backpulver, wie schon erklärt, und Fett, das den Teig geschmeidig hält, auch wenn er abkühlt – ohne sie würden die Muffins am nächsten Tag härter werden. Als Ersatz taugt alles, was ähnlich viel Fett und ähnliche Säure mitbringt, saure Sahne zum Beispiel, Joghurt ist schon grenzwertig, weil er weniger Fett hat und der Teig dadurch trockener wird.

Kakaopulver neben der Schokolade wirkt wie eine Verstärkung ohne zusätzliches Fett – es gibt tiefe Kakaonote, ohne den Teig fetter oder schwerer zu machen, als er ohnehin schon ist. Wer stark entöltes Kakaopulver verwendet, bekommt weniger Farbe und weniger Geschmack, das ist kein Drama, nur eine kleine Einbuße.

Backpulver und Salz sind klein in der Menge, aber nicht nebensächlich: das Salz ist kein Geschmacksverstärker im Sinne von salzig, sondern bricht die Süße und macht die Schokolade schmeckbarer – das ist ein alter Trick, der nichts mit Tradition, sondern mit Chemie der Geschmacksnerven zu tun hat, bittere und süße Aromen heben sich gegenseitig besser hervor, wenn eine Prise Salz dazukommt.

Geduld braucht dieses Rezept vor allem am Ende, nicht in der Zubereitung: die fünfzehn Minuten auf dem Gitter sind keine Formsache. Der Teig gart im Inneren noch nach, während er abkühlt, die Resthitze setzt sich fort, und schneidet man zu früh an, läuft das, was eigentlich die Fülle sein sollte, als Masse heraus statt als softer Kern zu bleiben.

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