KI-FotoGemüse-Sonnenkuchen mit Zucchini und Speck
Ein sonnenförmiger Blätterteigkuchen mit Zucchini-Ricotta-Füllung, Speck und Käse – festlich und einfach zugleich.
Die Kennzeichnungen werden automatisch aus den Zutaten ermittelt und können fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel die Verpackung.
Zutaten

- 2 Stk. Blätterteig
- 3 Stk. Zucchini
- 250 g Ricotta
- 2 Stk. Eier
- 100 g Speck
- 100 g Provolone
- Salz nach Geschmack
- Schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Muskatnuss nach Geschmack
- Mohn zum Bestreuen
Zubereitung
Zucchini waschen, die Enden abschneiden und auf der Reibe reiben.
Zucchini mit Ricotta und Speck vermischen und gründlich verrühren.
Ein Ei hineinschlagen, Salz, schwarzen Pfeffer und Muskatnuss nach Geschmack zugeben und erneut vermischen.
Provolone in kleine Würfel schneiden und zur Füllung geben.
Auf einem Backblech einen Blätterteigboden ausbreiten und mit einer Schüssel von etwa 12 cm Durchmesser einen Kreis in der Mitte markieren.
Die Zucchini-Ricotta-Füllung in der Mitte und ringsherum verteilen, dabei 1–2 cm Abstand zur Mitte und 1–2 cm zum äußeren Rand lassen.
Mit dem zweiten Teigblatt bedecken und fest andrücken, um die Füllung in der Mitte gut abzugrenzen und den äußeren Rand zu verschließen.
Mit einem Messer 16 Spitzen einschneiden, ohne sie vom Zentrum der 'Sonne' zu trennen: zuerst den Teig in 4 Teile schneiden, dann jedes Viertel noch einmal in 4 Teile.
Jede Spitze um 45° nach oben drehen, damit die Füllung sichtbar wird.
Das zweite Ei verquirlen, die gesamte Teigoberfläche damit bestreichen und die Mitte mit Mohn bestreuen.
Im auf 180 °C vorgeheizten Umluftofen etwa 20–25 Minuten backen, bis eine goldene Kruste entsteht.
23 Min.
Das Ding ist im Grunde kein Kuchen, sondern eine gefaltete Blätterteig-Skulptur: zwei Teigböden, eine Füllung in der Mitte, und ringsherum sechzehn Zacken, die man wie Sonnenstrahlen nach oben dreht, damit das Grün und Weiß der Füllung herausblitzt. Der Name kommt nicht aus Nostalgie, sondern schlicht aus der Form – das Auge erkennt eine Sonne, fertig.
Warum Zucchini und nicht irgendein anderes Gemüse? Weil Zucchini viel Wasser enthält, das beim Braten oder Backen austritt und den Boden durchweichen würde – wenn man nichts dagegen tut. Hier wird es nicht gebraten, sondern mit Ricotta, Ei und Speck zu einer festen Masse verrührt, die das Wasser bindet statt es freizusetzen. Das ist der eigentliche Trick des Rezepts, nicht die Sonnenform.
Der Speck ist hier kein Geschmacksgeber im Hintergrund, sondern Fettlieferant für eine Füllung, die sonst (Zucchini, Ricotta) eher mager und wässrig wäre. Der Provolone in Würfeln bringt beim Backen Schmelzpunkte, kleine Taschen aus geschmolzenem Käse zwischen dem festeren Ricotta-Gemüse-Teil. Zwei Texturen in einer Füllung, nicht eine homogene Paste.
Manche sagen, man müsse die geriebene Zucchini vor dem Mischen auspressen – aber nein, denn genau das Wasser, das sie abgeben würde, wird hier ja durch Ricotta und Ei gebunden und bleibt in der Füllung, statt den Teig von unten aufzuweichen. Presst man aus, wird die Füllung trocken und bröckelig statt saftig.
Zum Blätterteig: zwei fertige Platten, das ist in jeder gewöhnlichen Küche der Normalfall, niemand erwartet, dass man ihn selbst zieht. Wichtig ist nur, dass er beim Verarbeiten noch kalt und geschmeidig ist – kommt er zu warm aus der Packung, reißt er beim Falten der Zacken, und genau das will man mit dem Kühlschrank-Trick vermeiden: Teig kurz vor der Verarbeitung kalt halten, nicht stundenlang auf der Arbeitsfläche liegen lassen.
Ricotta ist hier die Bindung, nicht der Geschmack. Wer keinen hat: Kriterium ist ein milder, cremiger Frischkäse mit wenig Eigengeschmack und nicht zu viel Flüssigkeit – body statt würzig. Quark ist zu sauer und zu fest, Hüttenkäse zu krümelig, aber ein stichfester Frischkäse, fein durchgerührt, funktioniert als Ersatz gut.
Provolone: Kriterium ist ein halbfester Schnittkäse, der schmilzt, aber nicht sofort zerläuft, damit er beim Backen Taschen bildet statt sich komplett in der Füllung zu verteilen. Ein milder Gouda oder ein junger Edamer erfüllt dieselbe Aufgabe, auch wenn der Geschmack natürlich ein anderer ist.
Der Speck sollte roh bleiben beim Verarbeiten – er wird ja im Ofen durchgegart, vorbraten wäre doppelte Arbeit und würde ihm sein Fett schon vor dem Backen entziehen, das man in der Füllung eigentlich braucht. Wer auf Speck verzichten will: Kriterium ist ein fettes, salziges Element, das der eher wässrig-milden Zucchini-Ricotta-Masse Kontrast gibt – geräucherter Schinken in Würfeln oder notfalls ein paar Löffel Olivenöl mit etwas mehr Salz.
Zur Hitze: 180 °C Umluft heißt, der Ofen arbeitet mit Umwälzung, nicht nur mit stiller Strahlungswärme von oben und unten – das sorgt dafür, dass die sechzehn aufgestellten Zacken von allen Seiten gleichmäßig bräunen und nicht nur die, die zufällig näher an der Heizspirale liegen. Ein gewöhnlicher Haushaltsherd schwankt dabei leicht, zehn, fünfzehn Grad rauf oder runter sind normal – deshalb zählt am Ende nicht die Minutenzahl, sondern die goldene, gleichmäßig gebräunte Kruste. Reißt der Teig an den Falzstellen trotz kaltem Teig trotzdem auf, liegt das meist daran, dass die Füllung zu dick oder zu nass aufgetragen wurde und den Teig beim Andrücken in Schritt 7 gedehnt hat, statt flach zu liegen.
Geduld gehört hier dazu, auch wenn das Rezept kurz aussieht: Die Zucchini reiben, abtropfen lassen in der Mischung, die Füllung sauber in der Mitte verteilen, die Zacken in Ruhe einschneiden und drehen – wer das hetzt, bekommt eine schiefe Sonne mit ausgelaufener Füllung statt klarer Form. Zum Essen passt dazu, wie man es in Deutschland ohnehin oft hält, einfach etwas Brot daneben oder ein kleiner Salat; Kartoffeln braucht dieses Gericht nicht, der Blätterteig übernimmt schon die Rolle der sättigenden Beilage.